Schönfeld "Am Bolzplatz"

Bebauungsplan Schönfeld II "Am Bolzplatz"  der Gemeinde Schern­feld,   Gemeindeteil Schönfeld

 

Die Gemeinde Schernfeld erläßt aufgrund der §§ 9 und 10 des Baugesetzbuches in der Fassung vom 8.Dezember 1986,zuletzt geändert am 22.04.1993  (BGBl. I Seite 466)des Art.98 der Bayerischen Bauordnung in der Fassung vom 18. April 1994(GVB1. Seite 251)des Art. 23 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern in der Fassung vom 26. Oktober 1982 (BayRS 2020-1-1-I) und der Baunutzungsverordnung in der Fassung vom 23. Januar 1990 (BGBl.   I Seite 132)  folgende

 

 

BEBAUUNGSPLANSATZUNG

 

§  1

Geltungsbereich

 

Diese Satzung gilt für das Planblatt des Architekten Leo Hajak vom 30.11.1989 schwarz gestrichelt umrandete Gebiet der Gemeinde Schernfeld. Das Gebiet wird begrenzt - im Südosten durch das bestehende Baugebiet in Schönfeld I "Mühlwegäcker", im Südwesten durch den "Talweg"  und die Nordostgrenze des Holzplatzes, im Nordwesten durch den landwirtschaftlichen Weg. Im Nordosten verläuft die Geltungsbereichsgrenze in ca. 5 m Tiefe entlang der Südwestgrenze des Grundstückes Fl. Nr. 214 Gmkg. Schönfeld -.

 

Der Bebauungsplan Schönfeld II "Am Bolzplatz"  der Gemeinde Schernfeld besteht aus diesem Textteil und dem vorbezeichneten Bebauungsplanblatt.

 

§ 2

Bauliche Nutzung

 

Der Geltungsbereich wird als Dorfgebiet (MD) gemäß § 5 Baunut­zungsverordnung festgesetzt.

 

§ 3

Bauweise und Maß der baulichen Nutzung

 

1. Es wird offene Bauweise festgesetzt. Es sind nur Einzel- und Doppelhäuser zulässig. Pro Parzelle dürfen maximal 2 Wohneinheiten untergebracht werden.

 

2. Im gesamten Baugebiet werden maximal 2 Vollgeschosse zuge­lassen.

 

2.1    Bei I + DG darf das Dachgeschoß ein Vollgeschoß sein.

2.2    Bei II + DG darf das Dachgeschoß kein Vollgeschoß sein.

2.3    Die maximale Kniestockhöhe bei I + DG wird auf 75 cm ohne Mauerpfette festgesetzt.  Bei II + DG ist ein Kniestock un­zulässig (nur Konstruktionshöhe Mauerpfette, Sparren und Dacheindeckung).

 

§ 4

Dächer

 

1.  Es sind nur gleichschenklige Satteldächer zulässig.   Die Dacheindeckung besteht aus naturrotem Deckungsmaterial.   Die Dachvorsprünge werden traufseitig und ortgangseitig begrenzt auf maximal 50 cm.  Es sind nur waagrechte Traufen zulässig. Der First muss über die Längsrichtung des Gebäudes verlau­fen.

 

2. Dacheinschnitte  (Dachterrassen) sind unzulässig. Dachgauben sind ab 30 Grad Dachneigung zulässig.

 

3. Die Dachneigung beträgt

 

bei I + DG    30° bis 38°

bei II  + DG  25° bis 30°

 

§ 5

Garagen

 

Garagen dürfen innerhalb der überbaubaren Fläche errichtet wer­den.   Die in der Planzeichnung dargestellten Garagenstandorte sind nur Empfehlungen.

 

Garagen müssen von ihrer Einfahrtseite eine Abstandsfläche von 5 m bis zur Straßenbegrenzungslinie haben. Die Garagen sind grundsätzlich mit eigenem First auszubilden. Es wird empfohlen, den Garagenfirst senkrecht zum Hauptgebäude anzuordnen.   Einschifftungen des Hauptdaches bis über die Garage sind unzuläs­sig.

 

§ 6

Höhenlage der Gebäude

 

Die Oberkante des Erdgeschoßfußbodens darf nicht höher als 30 cm über der natürlichen oder gesondert festgesetzten Geländeober­fläche, gemessen am höchstliegenden Geländeschnitt des Gebäudes, liegen. Veränderungen des Geländes sind auf ein Mindestmaß zu beschränken.

 

§ 7

Einfriedungen

 

Einfriedungen entlang der Straßen sind als Holzzäune mit senk­rechter Lattung von maximal 1 m Höhe auszubilden. An den übri­gen Grenzen sind anstelle der Holzzäune auch Maschendrahtzäune von maximal  1 m Höhe zulässig,  die mit Hecken aus heimischen Gehölzen hinterpflanzt werden können.

 

 

§8

Anpflanzungen

 

Die nicht überbaubaren Flächen der bebauten Grundstücke, mit Ausnahme der Flächen für Stellplätze der Zu- und Abfahrten, der Kinderspielplätze und der Mülltonnenstandplätze, sind als Grünflächen gärtnerisch anzulegen und zu erhalten. Dies gilt auch für die Flächen von Vorgärten. Die Bepflanzung ist mit heimischen und landschaftsgebundenen Pflanzengesellschaften aufzuführen.

 

 

§9

Erdbewegungen

 

Archäologische Bodenfunde unterliegen der gesetzlichen Meldepflicht.

 

§ 10

Rechtsverbindlichkeit

 

Der Bebauungsplan wird nach § 12 BauGB nach ortsüblicher Bekanntmachung durch Anschlag an den Gemeindetafeln rechtsverbindlich. Gleichzeitig treten frühere planungsrechtliche Festsetzungen sowie örtliche Bauvorschriften, die diesem Bebauungsplan widersprechen, außer Kraft.

 

 

Eichstätt, 12.1.2000

Gemeinde Schernfeld

L. Mayinger

1. Bürgermeister

 

1. Änderung

 

 

Aufgrund des § 13 BauGB erlässt die Gemeinde Schernfeld folgende

 

 

Satzung

zur vereinfachten Änderung des
Bebauungsplanes Schönfeld II „Am Bolzplatz"

 

 

§1

 

In den Textfestsetzungen wird dem § 5 ein Absatz 2 hinzugefügt. Dieser enthält folgende Fas­sung:

 

,, 2. Nebenanlagen

Die Errichtung von untergeordneten Nebenanlagen im Sinne des § 14 Baunutzungsverord­nung ist auch außerhalb der überbaubaren Grundstücksflächen zugelassen, wenn

 

a.       die Nebenanlage bei Grenzanbau 20 qm Nutzfläche zusammen mit der Garage 50 qm Nutzfläche nicht überschreitet

b.      dabei je Grundstücksgrenze eine Gesamtlänge der Außenwände von max. 11 m nicht überschritten wird

c.       die im Bebauungsplan festgesetzten Baugrenzen zu den Erschließungsstraßen hin nicht überschritten werden

d.       die Nebenanlage dem Nutzungszweck unter Eigenart des festgesetzten allgemeinen Wohngebietes nicht widerspricht.

 

 

Eichstätt22.12.2000

 

Gemeinde Schernfeld

1.  Bürgermeister