Gipfelkreuz und Fitnessgeräte

JGS, vorne v. links (LAG Donau-Altmühl Vorsitzender Andreas Birzer, Bgm. Ludwig Mayinger, Pfarrer Franz Remberger

Die Jugendgemeinschaft Schernfeld (JGS), die Gemeinde und die LAG Altmühl-Donau haben in guter Kooperation eine Freizeiteinrichtung für Jung und Alt geschaffen. Bei der feierlichen Einweihung segnete Pfarrer Franz Remberger die Geräte und das Gipfelkreuz und er erbat Gottes Segen für die Heimat. Die Schdoizwigga-Musi umrahmte die Feier. Für die Verköstigung der Gäste sorgte die JGS. Sie unterhielt auch die Kinder, indem sie Kinderschminken und das Wikingerspiel anbot.

Die Anlage besteht aus einem Gesundheitspfad mit acht Fitnessgeräten, einem Balancierbalken und einem Steinlabyrinth. Die Kunstskulptur des 4,20 Meter hohen Kreuzes auf dem Gipfel belebt das Gebiet und ist weithin sichtbar. Ein Symbol des Lebens stellt das Labyrinth dar. Es ist dem Original der Kathedrale von Chartres in Frankreich nachgebaut und stellt das Symbol des Lebens mit einem Mittelpunkt dar. Bildtafeln entlang des Weges beschreiben die Sträucher, Blumen und Schmetterlinge, die auf dem Gelände zu sehen sind. Ergänzt wird die Anlage durch ein Insektenhotel, das der Katholische Frauenbund Schernfeld-Schönau befüllte. Besonderen Wert hatte der Tourismusausschuss auf Ruhezonen gelegt und Bänke an Plätzen mit guter Aussichtsmöglichkeit aufgestellt.

Mit viel ehrenamtlichem Einsatz wurde das Gebiet auf und um den Aussichtshügel zur Naherholung und zum Naturerleben geschaffen. Dafür dankte bei der Einweihung Bürgermeister Ludwig Mayinger speziell der JGS und dem Tourismusausschuss mit den Gemeinderatsmitgliedern Hans Liepold, Irene Bauer, Lieselotte Heieis, Anton Bittl und Hans Thirmeyer.

Von der LAG Donau-Altmühl nahmen Vorsitzender Andreas Birzer, Leitungsausschussmitglied Sigurd Eisenkeil und Fachbeirat Reinhard Eichiner an der Einweihung teil. Vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten war die LAG-Ansprechpartnerin Magda Seitz gekommen. Bürgermeister Birzer beglückwünschte die Gemeinde zur „Erweiterung des Freizeitangebots und Verbesserung der Lebensqualität“. Birzer hob den gesamt-regionalen Kontext des Projekts hervor und die Nähe zu weiteren touristisch bedeutsamen Einrichtungen wie das Walderlebniszentrum, den Altmühl-Panoramaweg, das Museum Bergér, den Fossiliensteinbruch und die Kletterhalle Juarbloc. Ferner schlüsselte der LAG Vorsitzende die Kosten für das Schernfelder Naherholungsgebiet auf: Zu den Gesamtkosten von rund 50.000 Euro gibt es aus dem europäischen Leader-Förderprogramm einen Zuschuss in Höhe von 21.000 Euro.

Raphael Breitenhuber, Vorstandmitglied der JGS, berichtete, wie die Jugendlichen ihre Idee des Projekts „Gipfelkreuz auf dem Schernfelder Panoramahügel“ verwirklichte, indem sie zusammen kräftig anpackten. Die ausgedienten Glockenklöppeln aus der Ingolstädter Moritzkirche und dem Eichstätter Dom stellte Künstler Raphael Graf zur Verfügung. Der Kontrast der Goldelemente zu den rostigen Flächen ist markant und strahlt eine besondere Wirkung aus. Er ist schon von der Ferne zu sehen. Die Gäste konnten es nur bestaunen.

die JGS
am Fitnessgerät v. l. JGS-Vorsitzende Kathi Eichhorn, Magda Seitz vom AELF, LAG Vorsitzender Andreas Birzer und Bürgermeister Ludwig Mayinger
Stoizwigga Musi

Zukunftsstrategie

Bürgermeister Mayinger erläuterte bei der Einweihung auch die Zukunftsperspektive. Er erwähnte, dass die Erweiterung des gesamten Gebietes möglich werden soll. Es ist geplant, so Mayinger, das angrenzende Grundstück als natürliche Sukzessionsfläche zu erwerben. Dort sind nach den Worten von Mayinger schon viele Kräuter und Blumen sowie Pionierwuchs auf Steinbruchhalden zu sehen. Die Erdaushubdeponie wird bald verfüllt sein und Rekultivierungsauflagen lassen dann einen weiteren Bereich von Naturerlebnis erwarten. So wird dann vom Gesundheitspfad bis zum Kreisel an der Ortseinfahrt eine mehrere Hektar große Ökofläche sein. Die Blüh- und Kräuterwiese an Schlickers Kreuz sowie die Streuobstwiese mit artenreicher regionaler Blütenpracht sind als wesentliche Komponenten dieser Konzeption bereits vorhanden.