Geschichte

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Eine von Pfünz nach Weißenburg führende Römerstraße ist nördlich von Langensallach als Feldweg sichtbar.[2] In einer päpstlichen Besitzbestätigung von 1239 (Kopie des 18. Jahrhunderts) ist „Sallhach“ als Besitz des Klosters Rebdorf erstmals urkundlich erwähnt.[3] Nach dem Aussterben der Hirschberger Vögte 1305 ging unter Bischof Konrad II. von Pfeffenhausen das Dorfgericht, nicht aber die Grundherrschaft „Salhach“ an das Hochstift Eichstätt. So werden 1448 in einem Salbuch des Amtes Eichstätt und der Landvogtei vier Höfe zu "Langen Salach" aufgeführt; einer gehörte dem Propst von Rebborf, einer dem Heilig-Geist-Spital zu Eichstätt, einer den Pfarrherren zu Eichstätt (später Collegiatstift „Unsere Liebe Frau“) und einer war eigen. Diesen (Groß-)Höfen waren weitere Hofstätten zugeordnet, so dass das Dorf aus insgesamt 16 Hofstätten bestand. Die Kernflur betrug 108 Hektar.[4] Waldnutzung (Holzentnahme und Weiderecht) geschah in der Erlingshofer Hut bzw. im Schernfelder Forst, wofür man - so 1506 - Reichspflegeabgaben, den sogenannten Vogthaber (=Hafer), an das Amt Weißenburg zu leisten hatte.[5] Während der Hexenverfolgung im Hochstift Eichstätt wurde mindestens ein Frau aus Langensallach als vermeintliche Hexe angeklagt und 1617 zum Tode verurteilt. Um 1800 waren das Kloster Rebdorf, das Heilig-Geist-Spital Eichstätt, das Collegiatstift U.L.F. Eichstätt, das Hofkastenamt Eichstätt, 1 Eigner und die Gemeinde (Kapelle und Hirtenhaus) Grundherren im Dorf.[6] Bis zum Ende des Alten Reiches übte als landesherrliche Behörde das Stadtrichter- oder Vizedomamt die Vogtei sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft über Langensallach mit seinen 17 Anwesen aus.[7] 1802 fiel Langensallach an das Großherzogtum Toskana und 1806 an das Königreich Bayern und dort an das Landgericht Rentamt Eichstätt. 1808 wurde das Dorf dem Steuerdistrikt Workerszell zugeschlagen. Durch das Gemeindeedikt von 1818 wurde Langensallach in die Gemeinde Rupertsbuch integriert. 1830 bestand das Dorf aus 16 Anwesen mit 72 Einwohnern.[8]