Geschichte

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Bei Sperberslohe zeugt ein Steindamm von 300 m Länge vom Limes-Verlauf.[1]

Auf der Albhochfläche nördlich und südlich der Altmühl gibt es eine ganze Reihe von Gutshöfen, deren Ursprünge etwa 1000 Jahre zurückreichen. Die Einöde Sperberslohe, 1159 erstmals urkundlich als Besitz des Eichstätter Bischofs Konrad von Morsbach erwähnt, ist vermutlich ein älteres Rodungsgut aus dem „Sperberwald“. In der Urkunde vom 1. August 1159 schenkt Kaiser Friedrich Barbarossa den Ort „Rebedorf“ (= Rebdorf bei Eichstätt) mitsamt dem Gut Sperberslohe dem Bischof für dessen Treue und auf Fürsprache der Kaiserin Beatrice von Burgund, dessen Kaplan Konrad von Morsbach vor seiner Bischofswahl war. Die Geschicke von Sperberslohe blieben ab diesem Zeitpunkt bis zur Säkularisation 1802 eng mit dem Augustiner-Chorherrenstift Rebdorf verbunden, das den wirtschaftlichen Nutzen aus dem Gut zog. Auch kamen immer wieder Rebdorfer Äbte zum Sommeraufenthalt nach Sperberslohe. Nach der Säkularisation gelangte das Gut zunächst an das Großherzogtum Toskana, bis es 1806 königlich-bayerisch wurde und dem Landgericht/Rentamt Eichstätt angehörte. Bayern verkaufte das Gut 1806 an Privat. Die Gutsbesitzer wechselten häufig; erst ab 1867 ist der Hof im kontinuierlichen Besitz einer Familie.

1808 wurde Sperberslohe dem bayerischen Steuerdistrikt Workerszell einverleibt. Durch das Gemeindeedikt 1818 kam die Einöde zur Gemeinde Rupertsbuch. 1823 bewirtschaftete das Gut Alexander Ritter von Schöberg.[2] 1830 hatte der Hof zwei Bewohner.[3] Mit der Gemeinde Rupertsbuch wurde Sperberslohe bei der Gebietsreform in Bayern 1971 nach Schernfeld eingemeindet. 1983 wohnten fünf Personen auf dem Gutshof.