„Stromdetektive – Wie aus Sonne Energie wird“

Freude bei den Schernfelder Waldwichteln, beim Leitungsteam und bei Tanja Schorer-Dremel über die Auszeichnung Öko-Kids. (hinten v. l. Marie-Therese Finsterer, Tanja Schorer-Dremel, Birgit Bosch und Jonathan Salbeck.

Umweltminister Glauber zeichnet die Schernfelder Waldwichtel als Öko-Kids aus.

Schernfeld – Der Schernfelder Waldkindergarten erhielt nun zum vierten Mal die Auszeichnung „Öko-Kids“. Umweltminister Thorsten Glauber (FW) zeichnete die Waldwichtel für das Projekt „Stromdetektive - Wie aus Sonne Energie wird“ aus und ließ Zertifikat und Präsente per Post zustellen. Damit gehört der Schernfelder Waldkindergarten zu den 156 Kindertageseinrichtungen aus Bayern, die für ihr herausragendes Engagement für Umwelt und Nachhaltigkeit ausgezeichnet wurden. Das Zertifikat gilt jeweils für ein Jahr.

In ihrem Öko-Kids-Projekt setzte sich die Waldkindergruppe mit den verschiedenen Möglichkeiten der Energiegewinnung auseinander und untersuchte, wie aus Strom Energie gewonnen werden kann. Als „Detektive“ gingen sie den Fragen nach: „Wie entsteht Energie? Wo braucht man sie und wie kommt der Strom in die Steckdose.“ Schwerpunkt war die Sonnenenergie. Die Kinder bauten gemeinsam mit dem pädagogischen Team einen Solarofen.

Tanja Schorer-Dremel (CSU), die Vorsitzende der Kinderkommission des Bayerischen Landtags, gratulierte den Kindern und der Waldkindergartenmannschaft. Begeistert und lebhaft erzählten ihr die Kinder , dass sie im Solarofen Schokolade geschmolzen und einen Kuchen gebacken haben. Schorer-Dremel freute sich mit den Waldwichteln, dass sie nun zum vierten Mal als Öko-Kids ausgezeichnet worden sind: „Dies zeigt, dass hier nachhaltig gearbeitet wird und dies den Kindern zu Gute kommt. Mit der frühkindlichen Bildung, mit dem Wissen um Natur, Umwelt, Tiere und Pflanzen lernen die Kinder ihre Welt besser kennen und können so beim Umweltschutz mithelfen.“ Schorer-Dremel bestärkte das Team in der Umsetzung ihres Waldkindergartenkonzepts. Die Waldwichtel beschäftigen sich das ganze Jahr über viel mit der Nachhaltigkeit. Das Öko-Kids-Projekt ist für sie eine zusätzliche Motivation.

Beim Festakt in München hob Umweltminister Thorsten Glauber die hohe Beteiligung bayerischer Kindertageseinrichtungen an diesem Projekt hervor. Sie sei auf Rekordkurs, sagte der Minister: „Wir zeichnen fast doppelt so viel aus wie im Jahr zuvor. Mit den ÖkoKids setzen wir bereits bei den ganz Kleinen an. Wir wollen unserem Nachwuchs auf spielerische Weise Werte vermitteln. Die Kinder lernen von klein auf, Verantwortung für ihre Umwelt zu übernehmen. Der Schutz des Klimas und der Erhalt der Artenvielfalt sind Generationenaufgaben. Wir können nicht früh genug anfangen, das Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit der Natur bei Kindern zu fördern. Es freut mich sehr, dass die ÖkoKids so großen Zuspruch erfahren."

Seit 2011 verleiht das Bayerische Umweltministerium in Zusammenarbeit mit dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V. (LBV) und dem Sozialministerium in Bayern die Auszeichnung "ÖkoKids – KindertageseinRICHTUNG NACHHALTIGKEIT" für jeweils ein Jahr an Kindertageseinrichtungen, die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in ihren Alltag integrieren und mit den Kindern zusammen Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojekte entwickeln und durchführen. Das Umweltministerium förderte 2019 das Projekt mit rund 75.000 Euro. Die ausgezeichneten Kindertageseinrichtungen haben in diesem Jahr das Zertifikat sowie als Präsente einen Gutschein für eine Winterlinde mit dazugehöriger beschreibender Holztafel, eine Bestimmungskarte für Bäume und Sträucher sowie eine ÖkoKids-Keramikkachel erhalten.